Internationales Nordplus-Projekt geht zu Ende
NPHZ – 2024/10028
Making learners “moral agents of change”: Innovative approaches to working on history in films in the German classroom. A collaboration between Norway, Denmark and Estonia.
Das internationale Projekt Nordplus Horizontal NPHZ-2024/10028 „Lernende zu ‚moralischen Änderungsagenten‘ machen: Innovative Ansätze für die Arbeit mit Film zur Geschichte der deutschsprachigen Länder im Deutschunterricht“, eine Zusammenarbeit zwischen Norwegen, Dänemark und Estland, nähert sich seinem Abschluss.
Bei der Fortbildung stellte Kalle Lina zwei im Rahmen des Projekts entstandene und im Bildungsportal E-Koolikott veröffentlichte Materialsammlungen für den Deutschunterricht vor: „Zeichentrickfilme“ mit Materialien zu Animationsfilmen und „Filme im DU“ mit Unterrichtsmaterialien zu Spiel- und Dokumentarfilmen.
„Zeichentrickfilme“: https://e-koolikott.ee/et/oppematerjal/80c135c5-5e24-423f-a173-7bc881acfee7
„Filme im DU“: https://e-koolikott.ee/et/oppematerjal/f50e732c-c8af-4b5f-9604-3464c62514b5
Diana Kollin-Poom stellte außerdem das Lernspiel „Demokratiekuchen“ vor, das im Rahmen des Projekts im Unterricht erprobt wurde.
Was ist Demokratiekuchen?
Der Demokratiekuchen – Demokratie als Lernspiel
Der „Demokratiekuchen“ ist ein Lernspiel der norwegischen Rafto-Stiftung. Das Spiel hilft Schülerinnen und Schülern zu verstehen, was eine Demokratie braucht, wie sie entsteht und was sie bedrohen kann. Die wichtigste Frage des Spiels ist: Welche „Zutaten“ brauchen wir, um eine Demokratie aufzubauen und zu erhalten?
Im Spiel arbeiten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen. Zuerst gründen sie einen eigenen Staat. Sie geben ihrem Staat einen Namen und gestalten eine Flagge. Danach machen sie aus ihrem Staat eine Demokratie. Dafür wählen sie die wichtigsten „guten Zutaten“. Dazu gehören zum Beispiel Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, freie Wahlen, unabhängige Gerichte, Versammlungsfreiheit, das Recht auf Bildung und der Schutz vor Diskriminierung. Die Schülerinnen und Schüler müssen ihre Wahl erklären und gemeinsam eine Entscheidung treffen.
Danach kommen die „schlechten Zutaten“ ins Spiel. Das sind zum Beispiel Korruption, Zensur, Diskriminierung, Machtmissbrauch, politische Unterdrückung und Wahlbetrug. Die Gruppe muss überlegen: Wie können wir unsere Demokratie vor diesen Gefahren schützen?
Eine Besonderheit des Spiels ist: Es gibt nicht nur eine richtige Lösung. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren miteinander, begründen ihre Meinung, hören anderen zu, finden Kompromisse und treffen gemeinsam Entscheidungen. So lernen sie Demokratie nicht nur in der Theorie, sondern erleben und üben demokratisches Handeln.
Was lernen die Schülerinnen und Schüler durch das Spiel? Sie verstehen den Unterschied zwischen einem Staat und einer Demokratie. Sie lernen wichtige demokratische Werte und Gefahren für die Demokratie kennen. Gleichzeitig trainieren sie kritisches Denken, Argumentieren, Zusammenarbeit und gemeinsames Entscheiden. Am Ende denken sie auch über ihre eigene Gesellschaft nach: Was funktioniert in unserer Demokratie gut? Wo gibt es Probleme? Was müssen wir tun, um die Demokratie zu erhalten?
Die wichtigste Botschaft des Spiels ist einfach: Eine Demokratie ist nie ganz fertig. Wir müssen sie immer weiterentwickeln, erhalten und schützen.
Die im Projekt entstandenen und erprobten Materialien und Methoden verbinden Deutschlernen, Film, Geschichte und Demokratiebildung und bieten Lehrkräften neue Möglichkeiten, gesellschaftliche und historische Themen lebendig und altersgerecht in den Deutschunterricht einzubeziehen.
Mit dem Abschluss des Nordplus-Projekts endet zwar die internationale Projektphase – die gewonnenen Erfahrungen, Materialien und Ideen bleiben jedoch erhalten und können auch künftig im Deutschunterricht eingesetzt und weiterentwickelt werden.
Saksa keele suvelaager õpilastele ,,Vaba aeg“, 26.-29.juuli 2026
Sel aastal toimus saksa keele laager õpilastele taaskord Kloogarannal. Läbivaks teemaks oli ,,Freizeit“ ehk kõik, mis vaba ajaga seotud. Laagris osales 30 õpilast üle Eesti. Nelja päeva jooksul osalesid õpilased töötubades, kus õpiti ja korrati sõnavara, grammatikat ning joonistati isegi oma vapp. Kuna ilmataat oli armuline, said lapsed käia ujumas, mängida maastikumängu, teha erinevaid sportlikke tegevusi ning nautida grilliõhtut. Lisaks eelmainitule valmisid lustakad näidendid saksa muinasjuttude ainetel tänapäevases võtmes ning toimus ka ööhäire. Suur tänu laagri kasvatajatele: Diana Kollin-Poomile, Kalle Linale ja Goethe Instituudi vabatahtlikule Rebecca Küselile.
Margit Laidvee
EVÕLil uus juhatus
29. mail valiti Pärnus EVÕLi üldkoosolekul uus juhatus.
Pille Toompere - Eesti Saksa Keele Õpetajate Selts
Ruth Rappold - Eeesti Soome Keele Õpetajate Selts
Eva Viidemann - Eesti Vene Keele Õpetajate Selts
Ingrid Prees - Eesti Keele kui Teise Keele Õpetajate Liit
Kati Bakradze-Pank - Eesti Inglise Keele Õpetajate Selts
Kateryn Rannu - Eesti Prantsuse Keele Õpetajate Selts
Palju õnne!
Jõudu kõigis ettevõtmistes!
Suveseminar 2026

Suveseminar toimub 12.-14. augustini Narva-Jõesuus
Majutus ja seminariruumid on hotellis Liivarand.
Osalustasu 200 eurot (ESÕSi liikmetele)/ 225 eurot
Registreerimine kuni 18. juunini.
Programm:
Mi, 12. August
Ab 12.00 Ankunft
13.00 Mittagessen
14.00 - 15.00 WS Sinnvolle Bewegung als praktisches Werkzeug im Deutschunterricht (Margit Laidvee, Tartu Kesklinna Kool)
15.15 - 16.15 WS Demokratiekuchen (Nordplus-Projekt) (Kalle Lina/ Rakvere Vabaduse Kool, Diana Kollin-Poom/ Arte Gümnaasium)
16.30 - 17.30 WS „Drill-Übungen – vergessene Methode oder hilfreiches Instrument?“ (Inga Kotelnikova, Hochschule Harz)
Abendessen
Rundgang in Narva-Jõesuu
Do, 13. August
8.00 - 8.50 Frühstück
9.00 - 10.00 WS “KI, mach mir ein Spiel!” - “Sprich mit Bianka” und andere Beispiele. (Anneli Kesksaar, Tallinna Südalinna Kool)
10.15 - 11.15 Info von Goethe Institut (Helen Aedla GI)
12.00 Schifffahrt nach Narva
Mittagessen in Narva
Rundgang in Narva
Schulbesuch (Narva Eesti Gümnaasium)
Abendessen in Narva
Rückfahrt nach Narva Jõesuu mit dem Bus
Fr, 14. August
8.00 - 8.50 Frühstück
9.00 - 12.00 WS Lukas Mayrhofer, Österreich, Hueber Verlag- Kleine Gesten, große Wirkung Wie der Einsatz von Bewegungselementen den Lernprozess beschleunigt und belebt
- Saksa keel on lahe! Motivierung von Jugendlichen mit dem Lehrwerk „Gefällt mir!“
12.30 Mittagessen
Abfahrt
Die 14. Baltische Deutschlehrertagung in Vilnius
Vom 24. bis 25. April fand in Vilnius die 14. Baltische Deutschlehrertagung unter dem Motto „Deutsch im Kontext der Mehrsprachigkeit“ statt. Die Zusammenarbeit zwischen den Verbänden der Deutschlehrer aus Estland, Lettland und Litauen wurde im Laufe von zwei intensiven und arbeitsreichen Tagen erneut vertieft. Insgesamt nahmen an der Konferenz ungefähr 60 Deutschlehrer aus allen baltischen Länder teil, darunter 10 Vertreter aus Estland, 8 Deutschlehrer vom Estnischen Deutschlehrerverband und 2 Vertreter des Goethe-Instituts in Tallinn. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön des Estnischen Deutschlehrerverbandes an die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Tallinn für die Übernahme der Reise- und Übernachtungskosten. Nochmals: Vielen, vielen Dank!
Am Freitag, dem 24. April, trafen sich die Deutschlehrer aus Estland, Lettland und Litauen an der Mykolas-Romeris-Universität in Vilnius. Den Auftakt der Konferenz bildete eine musikalische Vorführung. Die Tagung wurde von Eglė Strašinskaitė, Vorstandsmitglied des Litauischen Deutschlehrerverbandes, moderiert. Zuerst begrüßte die Vizepräsidentin der Mykolas-Romeris-Universität, Dr. Egle Malninauskiene, die Gäste herzlich. Anschließend folgten Begrüßungsreden des deutschen Botschafters in Litauen Dr. Cornelius Zimmermann und des österreichischen Botschafters in Litauen Dr. Johannes Aigner. Denen folgte Anna Maria Strauß, die Leiterin des Goethe-Instituts in Vilnius.
Grußworte hielten auch Anita Jonasta, die Vorsitzende des Lettischen Deutschlehrerverbandes, und Eve Zekker, die Vorsitzende des Estnischen Deutschlehrerverbandes. Im Anschluss folgte eine Rede von Edvinas Šimulynas, dem Vorsitzenden des Litauischen Deutschlehrerverbandes.
Am ersten Tag gab es zwei interessante Plenarvorträge „Deutsch heute: dynamisch und bunt oder verdorben und falsch? Ein aktueller Blick auf Sprachwandel, äußere Einflüsse und Vereinfachungstendenzen“ (Lukas Mayrhofer, Hueber Verlag) und „Mehrsprachigkeitsorientierung im DaF-Unterricht: Warum, wie und was kommt dabei heraus?“ (Prof. Dr. Thomas Studer, Universität Fribourg/Freiburg; Schweiz). Nach einer kurzen Pause wurde die Arbeit in den verschiedenen Workshops fortgesetzt. Die Themen der Workshops lauteten: „Gefällt mir! – Deutsch, das klickt“ (Lukas Mayrhofer, Hueber Verlag); „Mini-Sprachprojekte im DaF-Unterricht“ (Prof. Dr. Wenke Mückel, Universität Rostock); „Lehrendenidentität und Mehrsprachigkeit – Reflexion, Professionalisierung und Unterrichtspraxis“ Teil I (Dr. Marlene Aufgebauer, Universität Wien); „Berufsbezogener Fachsprachunterricht in Medizin und Pflege“ (Ruben Grieb, telc); „Ein pragmatischer Blick aufs Gendering inkl. Pluralbildung: Klaipedaerinnen und Klaipedaer, Daugavpilser:innen, Pärnuer*innen, Salzburger, Menschen/Personen aus St. Gallen, Rostocker_innen – oder wie jetzt?“ (Martin Herold, Deutsche Auslandsgesellschaft). Es folgte ein feierlicher Empfang.
Der zweite Tag begann mit den Plenarvorträgen „Die Förderung der kulturellen Nachhaltigkeit am Beispiel eines internationalen Projektes“ (Prof. Dr. Ilona Feld-Knapp und Dr. Gabriella Perge, Eötvös-Loránd-Universität Budapest) und „Mehrsprachigkeit stärken: Die Kraft von Coaching-Methoden und Positiver Sprache im Deutschunterricht“ (Liene Vītola, Staatliches Deutsches Gymnasium Riga). Nach einer kurzen Kaffeepause folgten eine Präsentation „Deutsch kann mehr. Plurizentrik und Mehrsprachigkeit im Kontext des ÖSD“ (Daniela Dämon, Österreichisches Sprachdiplom Deutsch) und zwei Vorträge „Didaktisierungen und Unterrichtsmaterialien für Deutsch als Fremdsprache“ (Dr. Marlene Aufgebauer, Universität Wien) und „Entwicklungstendenzen der deutschen Gegenwartssprache“ (Prof. Dr. Wenke Mückel, Institut für Grundschulpädagogik an der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock). Nach einer wohltuenden Mittagspause wurde die Arbeit in den Workshops fortgesetzt. Die Themen der Workshops lauteten: „Binnendifferenzierung leicht gemacht mit prima aktiv – klassisch & KI-gestützt“ (Ala Vysockaja, Cornelsen Verlag); „Zeitgemäß lehren und lernen mit „Logo!“ B1 und den neuen Funktionen von allango“ (Irena Vysockaja, Klett Verlag); „Didaktisierungen und Unterrichtsmaterialien für Deutsch als Fremdsprache“ Teil II (Dr. Marlene Aufgebauer, Universität Wien); „Deutsch für alle – DaF in Inklusionsklassen konkret umsetzen“ (Edita Kondrašovienė, Gymnasium der Technischen Universität Kaunas, Jurgis-Dobkevičius-Progymnasium in Kaunas).
Die beiden Tage vergingen wie im Flug. Dabei wurde Neues gelernt und alte Freundschaften gefestigt. Gemeinsam wurden interessante Probleme erörtert und es wurden zahlreiche Erfahrungen und Vorschläge ausgetauscht. In Erwartung der Zukunft und bis zum Wiedersehen im Jahr 2028 in Lettland!
Vorstandsmitglied
